Der Name Riemke hat in der Vergangenheit verschiedene Deutungen erfahren: Die einen deuteten es nach dem Namen des Flüßchens, welches
damals das Dorf durchquerte. Ihrer Meinung nach heißt "Riemke" (alt
"Rymbecke") soviel wie "reiner Bach". Eine andere Deutung überträgt
"Rymbecke" mit "Grenzbach" nach dem Mittelhochdeutschen Wort "rin" für
"Grenze". Das heute nahezu geschlossene
Siedlungsgebiet ist aus drei alten, selbständigen Dörfern zusammen
gewachsen, deren älteste Namen "Reinbeki", "Marmelshagen" und
"Hofsteen" waren. Die bis jetzt frühest überlieferte Erwähnung findet
das Dorf "Rymbecke" in einem Heberegister aus dem 9. Jahrhundert des
Klosters "Werden" an das das Dorf zu der Zeit Abgaben in Form von
Naturalien zu tätigen hatte.
In
den folgenden Jahrhunderten findet Riemke in weiteren Dokumenten nur
sehr spärliche Erwähnungen; so wurde die "Riemker Mark" ein Teil
der Provinz "Westfalen"; damit traten auch für das Amt "Bochum", zu dem
die "Riemker Mark" inzwischen gehörte, die kurz zuvor erlassenen
preußischen Gesetzte in Kraft. Das
wichtigste dieser Gesetzte veranlaßte die endgültige Befreiung der
Bauern (Gemäß dem Edikt des "Freiherrn von Stein", erlassen am 9.
Oktober 1807, gab es nach dem "Martinstage von 1810" in allen zu
Preußen gehörenden Gebieten nur noch freie Leute)
Nach
1820 und der Schaffung von Verkehrswegen, begann der Bergbau und die
Industrialisierung entscheidenden Einfluß auch auf Bochum zu nehmen.
In Riemke dauerte es allerdings noch bis 1911 bis die erste
Schachtanlage Constantin der Große abgeteuft und Kohle gefördert wurde. In
den zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts wurde in Riemke auch eine
Kokerei aufgebaut; dieser wirtschaftliche Aufschwung in unserem
Stadtteil ließ die Bevölkerungszahlen innerhalb von 14 Jahren um das
dreifache anwachsen - Am 1. April 1926 wurde Riemke mit Hofstede nach
Bochum eingemeindet. |